Startschuss für die neuen Schwerpunktsäulen an der MS Mistelbach

Die Schülerinnen der Klasse „Kommunikation, Kunst und Kultur 21c“
Hinten: Schulleiter Philipp-Johannes Griesmayr, Künstlerin Gudrun Wassermann, Projektleiter Gerhard Paar, Kulturstadtrat Josef Schimmer

Gut Ding braucht Planung, weshalb sich die Mittelschule Mistelbach Zeit und Expertise durch die Pädagogische Hochschule Niederösterreich genommen hatte, um nun in diesem Schuljahr mit neuen Schwerpunkten die Schüler zu begeistern.

Basierend auf einer soliden Allgemeinbildung können sich die Erstklässler in den Bereichen Natur & Technik, Sport & Gesundheit sowie Kommunikation, Kunst und Kultur vertiefen. Alternativ zu diesen fachspezifischen Schwerpunkten besteht die Wahloption Mittelschule klassisch. „Die Schüler verfügen somit über die Möglichkeit ein Stück weit zu Architekten ihrer eigenen Bildungsbiografien zu werden“, zeigt sich Schulleiter Philipp-Johannes Griesmayr begeistert von dieser Überarbeitung des pädagogischen Angebotes.

Verwurzelt in der Region

Durch zahlreiche Kooperationen mit lokalen Vereinen, Künstlern sowie der Stadtgemeinde wird das Bildungsangebot der Schule mit jenem der Region vernetzt. Grundlage für eben diese Entwicklung sind das wertschätzende Miteinander von Schule und Gemeinde sowie das besondere Engagement des Lehrkörpers im betreffenden Schulentwicklungsprozess. Die Kollegen sind während all den Unannehmlichkeiten, welche die epidemiologische Situation in den vergangenen Monaten mit sich gebracht hat, jene Extrameilen gegangen, die es zur Realisierung solch einer Überarbeitung des standortspezifischen pädagogischen Angebotes benötigt, merkt Schulleiter Philipp-Johannes Griesmayr an, welcher seit vergangenen März, aufbauend auf der Arbeit seines Vorgängers Christoph Eckel, mit dem Kollegium an der Umsetzung betreffenden Schulentwicklungsvorhabens arbeitet.

Science Lab-Workshop in der Stadtbibliothek

Die Zukunft und das Erwerbsleben unserer Schüler wird in großem Maße durch Begriffe wie Digitalisierung, Automatisierung, Klimawandel, Virtualisierung, Ökologisierung und künstliche Intelligenz geprägt sein. „Diesem Umstand gilt es während der Ausbildung unserer zukünftigen Generation, gemäß dem Motto der Schule „Fit 4 the Future“ Rechnung zu tragen.“, so der Leiter der Schule Philipp-Johannes Griesmayr. Daher startete erstmalig für die Schüler des Ausbildungsschwerpunkte Natur & Technik die unverbindliche Übung Science Lab und das in Kooperation mit der Stadtbibliothek Mistelbach in Person von Sabine Stimson durchgeführte Workshop-Angebot Tinker Lab.

Schüler der Schwerpunktsäule Natur & Technik
hinten: Schulleiter Philipp-Johannes Griesmayr, Bürgermeister Erich Stubenvoll, Schwerpunktmanager Klemens Hofer

Der Ausbildungsschwerpunkt Natur & Technik bietet im Bereich unverbindlicher Übungen …

  • mit Science Lab und Tinker Lab für die ersten und zweiten Klassen und …
  • mit dem Europäischen Computerführerschein (Niveau Standard oder Base) für die dritten und vierten Klassen 
  • ein solides Fundament in den Bereichen forschendes und entdeckendes Lernen bzw. IT-Anwender-Fähigkeiten.

Ergänzt wird das Angebot des Ausbildungsschwerpunktes Natur & Technik durch vier alternative Pflichtgegenstände, die jeweils im Ausmaß von zwei Wochenstunden in den dritten und vierten Klassen das Pflichtstundenkontingent bereichern werden.

In den dritten Klassen liegt der Schwerpunkt mit zwei Unterrichtseinheiten Öko Lab und Bio Lab jeweils alle 14 Tage, in denen vom Sezieren bis zum Tier- und Umweltschutz vieles erprobt und erlernt werden wird können, eindeutig im biologischen und ökologischen Bereich. Mit den alternativen Pflichtgegenständen Coding IT Lab und Mechatronik Lab im Ausmaß von zwei Wochenstunden jeweils alle 14 Tage verlagert sich in den vierten Klassen der Fokus eindeutig in Richtung IKT, Programmierung, Automatisierungstechnik und Robotik.

Tischtennistraining in der Gartengasse

Das aktuelle Wintersemester steht für die Schüler des Schwerpunktes Sport & Gesundheit im Zeichen des Tischtennistrainings. Neben den Lehrkräften werden die Kinder vom Präsidenten des Mistelbacher Tischtennisvereins Eduard Herzog, sowie vom staatlich geprüften Jugendcoach Reinhard Petuely, angeleitet.

Schwerpunktmanager Rainer Grill mit einigen Schülern
hinten: Schulleiter Philipp-Johannes Griesmayr

Sportstadtrat Florian Ladengruber, an der Entstehung dieses Ausbildungsschwerpunktes maßgeblich beteiligt, freut sich über die angelaufene praktische Umsetzung. „Kooperationen zwischen regionalen Sportvereinen und der Mittelschule sind durch professionelle sportliche Förderung der Jugend jedenfalls win-win-Situationen für die Sportstadt Mistelbach.“

Schwerpunktmanager Rainer Grill ist ein polysportives Sportangebot für die Schüler dieser Schwerpunktsäule besonders wichtig. Freilich benötigt es ein gewisses Grundlagentraining, jedoch sollen die Kinder im Zuge ihrer Ausbildung verschiedene Sportarten kennenlernen können. Im kommenden Sommersemester startet die Kooperation mit dem Football-Verein Weinviertel Spartans, angeleitet durch Jugendcoach Florian Kosel.

Mittelschule und Kunstverein unterzeichnen Kooperationsvertrag

Auf Empfehlung von Kulturstadtrat Josef Schimmer, auf Initiative des Projektleiters Gerhard Paar und der Obfrau des Kunstvereines Gudrun Wassermann, konnten nun, nach einer Vorlaufzeit von einem halben Jahr, die finalen Punkte im Kooperationsabkommen zwischen der Mittelschule Mistelbach und dem Mistelbacher Kunstverein fixiert und zur Unterschrift gebracht werden. Mit dieser Bindung der Kunstschaffenden im Bezirk an die Schule soll der nachhaltigen Kunstförderung von Schülerinnen und Schülern im Schwerpunkt „Kommunikation, Kunst und Kultur“ Vorschub geleistet werden.

Die Schüler dieser Schwerpunktklassen kommen somit aufs Jahr verteilt in den Genuss von „Künstlerischen Kennenlerntagen“, Ausstellungsbesuchen, Workshoptagen und gemeinsamen Ausstellungen mit Künstleraus der Region in der M-Zone.

Die Schülerinnen der Klasse „Kommunikation, Kunst und Kultur 21c“
Hinten: Schulleiter Philipp-Johannes Griesmayr, Künstlerin Gudrun Wassermann, Projektleiter Gerhard Paar, Kulturstadtrat Josef Schimmer

Unter dem Motto „Jeder*jedem kleinen Künstler*in eine eigene Staffelei“ hat die Schulgemeinde dieses Vorhaben mit der Anschaffung von 20 Staffeleien für die heurige Kommunikation, Kunst und Kultur -Klasse 21c unterstützt. „Damit sind die Rahmenbedingungen für die nächste Künstlergeneration geschaffen“, lobt Schulleiter Philipp-Johannes Griesmayr die Zuwendungen seitens der Gemeinde.Kulturstadtrat Josef Schimmer sieht einen lang gehegten Wunsch erfüllt und sagt dem Vorhaben seine volle Unterstützung zu.

Am Kennenlerntag knüpften Gudrun Wassermann und Edda Swatschina erste Bande mit den Kindern und präsentierten ihre Vorhaben für die Workshops.
Die Schülerinnen (heuer ausschließlich Mädchen) freuen sich schon sehr auf die spannenden künstlerischen Herausforderungen.

Breites Angebot im Bereich Kommunikation

In der Säule wird nebst des breiten künstlerischen Angebotes auch intensiv im Bereich Kommunikation mit den Schüler*innen gearbeitet. Im Biologieunterricht wird biologisches Fachwissen im Teamteaching mit English Native Speaker Fiona Lackenbauer, MA und Karin Biswanger, MEd. mit Hilfe der Unterrichtsmethode CLIL auch in Englisch erworben. Für die zweite Klasse stehen Peer Learning und gewaltfreie Kommunikation auf dem Programm. Der Erwerb der Cambridge Certificates KET und PET, Französisch oder Spanisch als zweite lebende Fremdsprache in unverbindlichen Übungen sind ein weiteres Angebot. Der alternative Pflichtgegenstand Bühnenwerkstatt sowie Auftritte mit dem Chor bei diversen Veranstaltungen runden das Angebot der Säule Kommunikation, Kunst und Kultur ab.

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